Mittwoch, 16. Januar 2013

OH, DU HIMBEERE ...

Himbeerlikör & Pastinakensuppe .... eine gar seltsame Kombination


Sie gehören zweifellos zu meinen Lieblingsfrüchten, die wunderschön dunkelroten Himbeeren. Ob als Marmelade oder als Garnitur auf Vanilleeis, Heiße Liebe genannt, als Kind im legendären Salon Valczak, der leider schon lang nicht mehr das ist, was er mal war, gekonnt zubereitet, ich kann sie immer essen.

Und da es diese Früchte jetzt das ganze Jahr gibt, diejenigen unter euch, die nur Produkte nach Saison verarbeiten, mögen mir diese Dekadenz verzeihen, habe ich gestern einen Himbeerlikör angesetzt.


Es ist fast wie bei den Quitten, eine Premiere. Als jungverheiratete aufstrebende Hausfrau habe ich mal Orangenlikör gemacht, allerdings konnte ich den Reifeprozess damals nicht abwarten und habe immer wieder gekostet, sodass zum Stichtag nicht mehr viel da war.
Ja und der Eierlikör zu Weihnachten, der wirklich gut gelungen ist, den hätte ich jetzt fast vergessen.

Und nach all dem Alkohol hatte ich dann noch Verlangen nach Suppe. Habe ich euch schon erzählt, dass ich Lokale anhand ihrer Suppen bewerte? Ist die Suppe gut, mag ich auch das Lokal.
Also hab ich mich spätabends noch an den Herd gestellt und schnell eine Pastinakensuppe gemacht. Aber dazu später.

Der Likör



Man nehme 250g Himbeeren frisch oder tief gefroren, 100g Erdbeeren frisch, 140g Kandiszucker, 1 Zimtstange, 5 Gewürznelken, 1 Vanilleschote, Schale einer halben Zitrone, einige Minzeblätter und 500ml Alkohol (Vodka, Weinbrand oder wie ich eine Mischung aus Vodka und 96%igem Alkohol aus der Apotheke, der ist mir vom Eierlikör übrig geblieben).


Früchte und Minzeblätter vorsichtig waschen und trocken tupfen, große Erdbeeren vierteln.


Zitrone mit dem Sparschäler schälen. Man könnte sie auch raspeln, aber das flockt dann so herum.


Zitronenschale und Vanille klein schneiden.


Nun der Reihe nach den Zucker, die Früchte, die Gewürze und zum Schluss die Minzeblätter in ein Glas mit weitem Rand geben.
Ich habe ein Cookies Glas genommen, das hat einen gutschließende Deckel und ist weit genug, dass man den angesetzten Likör regelmäßig umrühren kann.


Nun mit dem Alkohol auffüllen, es sollte alles bedeckt sein. Bei mir haben die 500ml , die ich aus 150ml reinem Alkohol und 350ml Vodka gemischt habe, gereicht.

Die Mischung muss jetzt 2-3 Wochen, jedenfalls so lange, bis der Zucker komplett aufgelöst ist, an einem sonnigen Platz (wo nehm ich den jetzt her?) gut verschlossen stehen. Jeden Tag vorsichtig umrühren.

Wie der Likör schmeckt, kann ich euch also erst in 2-3 Wochen sagen. Ich hoffe sehr, dass er gut wird.


Nächtliche Pastinakensuppe mit gebratenen Krabben und Rosmarincroutons




Man benötigt 3 Pastinaken, 1 mehlige Kartoffel, 1 Zwiebel (ich mag die Roten), ein sehr kleines Stück Ingwer, 1 EL Butter, 750ml Suppe (Brühwürfel oder Fond), 125ml Schlagsahne, etwas Thaicurrypaste (rot), Currypulver und zum Abschmecken Salz und Pfeffer.



Pastinaken, Kartoffel, Zwiebel und Ingwer schälen. Zwiebel und Ingwer klein schneiden. Kartoffel und Pastinaken grob würfeln.



Zwiebel in der Butter anschwitzen und ein paar Minuten weich dünsten, dann Ingwer kurz mitrösten.
Nun die Pastinaken und die Kartoffelstückchen in den Topf, alles durchrühren.
Die Currypaste und das -pulver dazu. 
Durchrühren, sodass sich die Paste auflöst. 
Jetzt mit der Suppe aufgießen und ca. 25min köcheln lassen.
Die Pastinaken müssen weich sein.
Das ganze vom Herd nehmen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Schlagsahne dazu und nochmals kurz erwärmen, dann mit dem Stabmixer ein wenig aufschäumen.

Für die Croutons habe ich 2 große Scheiben Toast entrindet und in Würfel geschnitten. In etwas Butter knusprig rösten und den klein geschnittenen Rosmarin dazu. Gut durchmischen, damit sich das Kräuteraroma verteilt.
In derselben Pfanne dann ein paar Tiefseekrabben braten. Das dauert 3-4 Minuten.



Ich habe mir dann zu mitternächtlicher Stunde noch ein Schälchen gegönnt. Wie ihr seht, finden die Müslischalen von IB Laursen, die ich kurz vor Weihnachten gekauft habe, vielfach Verwendung.



                                                         Mahlzeit!


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