Sonntag, 13. Januar 2013

QUITTENPREMIERE

Quitten ....
kenn ich seit immer und ewig, meine Mutti hat manchmal Gelee daraus gemacht, war aber nie so ganz mein Fall.
Ich hab hier in direkter Umgebung 2 wirklich tolle Gemüse- und Obstgeschäfte, was mir die Fahrt auf den Naschmarkt, wenns mal schnell gehen muss, erspart.
Wobei, nix gengen den Naschmarkt, ich liebe ihn und geh manchmal einfach nur durch, auch wenn ich gar nichts brauche.
Zurück zum Obst, ich hab also aus Neugier dieser Tage 3 Quitten gekauft und überlegt was ich damit machen könnte.
Gestern wars dann so weit, so eine Art belegter Kuchen, neuerdings bei uns auch Tarte genannt, schwebte mir vor. Ich bin sehr für multikulturelle Interaktion, aber manchmal frag ich mich schon, warum unbedingt alles und jedes in letzter Zeit eine fremdsprachige Bezeichnung braucht.
Beim Hot dog sehe ich das ja noch ein, aber was ist gegen Blech - oder Obstkuchen einzuwenden, und nichts anderes ist eine Tarte meiner Meinung nach. Gut, es gibt natürlich auch pikante Tartes, das sind dann glaube ich Quiches, was solls ... It is what it is (*lach*)

Zurück zu meiner Quittentarte. Hab ein wenig im Netz gestöbert und bin zu dem Schluss gekommen, die Quitten muss man irgendwie vorbereiten und dann erst auf die Kuchenmasse legen.



Also los gehts:

Die Quitten waschen, schälen, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden.


In einer Mischung aus Orangensaft, braunem Zucker, Vanilleextrakt und Grand Marnier 10-15 min auf kleiner Flamme dünsten lassen. Immer wieder umrühren.


Zur Seite stellen, auskühlen lassen und den Teig vorbereiten.

Butter und Zucker schaumig rühren, Vanilleextrakt und Sauerrahm hinzufügen, weiterrühren. Den Saft von den Quitten abseihen und ebenfalls in die Masse rühren. Einzeln die Eier dazu und immer wieder gut vermengen.


Mehl mit Backpulver vermischen und in 2-3 Etappen rasch unter die Masse rühren. Nicht zu lange rühren, sonst staubt einem der fertig gebackene Kuchen aus den Ohren.

Eine flache Auflauftform, ja ich weiß "Tarteform", mit zerlassener Butter ausstreichen und mit Mehl stauben. Den Teig bis ca zur Hälfte hoch einfüllen.



Nun die Quittenscheiben und gemahlenen oder gehackte Walnüsse auf dem Teig verteilen.




Für ca. 20 min ins Backrohr, das ihr  auf 180° schon vorgeheizt habt.



Aus dem Backrohr nehmen, 1-2 Esslöffel Zucker und ein paar Butterflöckchen auf dem Kuchen verteilen und 2-4 min unter dem Grill gratinieren.


Vorsicht, das geht sehr schnell, also besser dabei stehen bleiben und genau beobachten, damit die Angelegenheit nicht zu dunkel wird.




Die restliche Masse hat exakt für 12 Muffinförmchen gereicht. Die habe ich genauso gemacht wie die Tarte, halt in klein. Die Backzeit reduziert sich hier auf ca. 15 min.




Hier beim Gratinieren dann wirklich daneben stehen bleiben. Meine sind etwas zu dunkel geworden.
Allerdings der Geschmack ist so gut, dass wir das Dunkle abgekratzt und die Muffins trotzdem gegessen haben. 

Das ist noch übrig von gestern (jetzt gibts doch noch ein Foto von den verunglückten Muffins)




Das Rezept:
3 Quitten
Saft einer Orange
4 EL brauner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
5 EL Grand Marnier

Teig:
120g weiche Butter
3 Eier
1 Becher Sauerrahm (250g)
150g Zucker
Quittensirup vom Dünsten
1 TL Vanilleextrakt
250g Mehl universal
1 gehäufter TL Backpulver

Für den Belag:
ca. 100g Walnüsse
2-3 EL Zucker



Ich wünsche euch einen ruhigen Sonntag, bei mir schneits ganz leicht und ich liebe das, oder wie man neuerdings sagt:
I'm lovin' it


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