Donnerstag, 16. April 2015

CHALK PAINT - KREIDEFARBE

Kennt ihr das auch, in einen Baumarkt gehen und dann dort stundenlang davon träumen, was man mit all den Maschinen und Materialien, die dort ausgestellt sind, so anfangen könnte?

Und dann erst die Gartenabteilung ... ja also ich liebe Baumärkte.

Lustigerweise habe ich das Material für meine derzeitigen Projekte im Bastelladen entdeckt. Die Baumärkte hier zu Lande hinken da etwas nach, oder ich habe einfach nur schlecht geschaut und nicht gefunden, was ich gesucht habe.

Chalk paint oder Kreidefarbe um allerlei Altem und Neuem ein frisches Outfit zu verpassen. 
Früher war meine Einrichtung immer sehr streng, Schöner Wohnen (die Zeitschrift) war meine Lieblingslektüre und ich hatte strenge Linien, wenig Farbe, hauptsächlich schwarz-weiß.

Mit den Jahren sind aber Unmengen an Dingen und auch Möbel zusammen gekommen, von denen ich mich dann einfach nicht trennen konnte. Und so kam Farbe in mein Leben.

Eines dieser Möbelstücke ist ein uraltes Ikeatischchen mit Lade, von dem es mal 2 Stück gab, aber eines ist im Laufe der Zeit irgendwo auf der Strecke geblieben und nicht mehr da.

Das Verbleibende habe ich bis jetzt, obwohl es schon fürchterlich aussieht, als Nachttisch benützt. Und da ich mir demnächst auch ein neues Bett leisten werde (mein Futon ist immerhin ca. 25 Jahre alt, immer noch ein Prachtstück, aber ich mag einfach ein neues Bett), das nicht schwarz sein wird, habe ich mich entschlossen, dem alten Tischchen, etwas Farbe zu verpassen.



Und jetzt kommt die Kreidefarbe ins Spiel. Laut Hersteller kann man einfach über alles darüber malen, ohne vorher abzuschleifen oder die alte Farbe abzubeizen. Denn genau diese Schritte sind der Grund, warum ich bis jetzt nicht an Möbel herum gepinselt habe. Der Staub, die Chmikalien usw. 

Also habe ich mir Chalk paint gekauft, ein paar Pinsel, Wachs, Klarlack und doch sicherheitshalber ein paar Bögen Schleifpapier, man weiß ja nie.


Zuerst habe ich das Teil mal zerlegt. Das ist bei Ikeamöbel ja immer so eine Sache. Aber dieses Tischen hat noch Qualität. Alle Schrauben ließen sich enwandfrei heraus drehen.


Ich habe dann doch das Schleifpapier zur Hand genommen und die Oberfläche etwas aufgeraut.




Meine Wahl fiel auf Puderrosa, damit ich aber nicht all zu oft darüber streichen muss, habe ich alles zuerst mit weißer Kreidefarbe grundiert. Schwarz ist doch ziemlich hartnäckig und ich wollte das Rosa ohne dass der schwarze Untergrund durch kommt.

Die Farbe ist ziemlich dickflüssig und erzeugt wirklich einen kreideähnlichen Effekt.
Wenn man mit dem Pinsel arbeitet, sieht man auch die Striche. Aber genau das wollte ich, sonst hätte ich den Schaumgummipinsel genommen.




Nachdem alles grundiert ist, die Sprossen der Seitenteile waren natürlich eine Herausforderung an meine Geduld, lasse ich die Teile trocknen. Das geht ziemlich rasch und dann folgt der rosa Schlussanstrich.


Nun hat man die Möglichkeit, die Farbe entweder  Spezialwachs (gibt es vom gleichen Erzeuger passend dazu) oder mit Klarlack zu fixieren. Ich habe mich für den Lack entschieden.


Zum Schluss auf die Lade noch einen passenden Keramikknopf montiert, damit das Ganze ein wenig aufgepeppt ist.

Es hat Riesenspaß gemacht und ich habe bereits das nächste Objekt im Auge. Ein uraltes Frisiertischchen, das ziemlich nutzlos bei uns herum steht und demnächst einen zartgrauen Anstrich verpasst bekommt. Dem werde ich vielleicht auch ein wenig Shabby Look verpassen.


Und freut euch schon darauf, was man aus alten Zeitungen so alles machen kann.
Hier ein kleiner Vorgeschmack: ein Schüsselchen für meine jüngste Tochter.
Zu 100% aus Papier :)


Credits: Chalky finish von Rayher Hobby (erhältlich in Bastelläden)
             altes Tischchen von Ikea
             Keramikknopf aus dem Zauberladen

Mittwoch, 8. April 2015

OSTERN 2015

Nachdem ich zur Zeit wiedermal etwas Neues entdeckt habe, alte Möbel mit Chalkpaint aufhübschen, fällt mein Osterbeitrag ein wenig spärlich aus.

Ich hab ein paar Fotos für euch und werde in den nächsten Tagen auch die Rezepte dazu posten.
Im Moment zieht es mich aber in den Keller, um ein altes Ikeatischchen an zu malen. 

Demnächst mehr davon, aber hier nun zum Ostermenü.




Als Vorspeise gab es Kartoffel Kräutersüppchen mit Krabben und Tomatenconcasseé



Die Hauptspeise war fleischig, mit Kräutern und Knoblauch glasiertes Schweinefilet, Pastinaken, Kohlsprossen und schwarzem Reis (Royal Pearl Black - gibt es bei Gourmet Spar), der wirklich ausgezeichnet war.


Als Dessert habe ich Boston Mini Creme Cakes und Granatapfeleis gemacht. Die Minicakes allerdings mit fertigem Croissantteig von Tante Fanny, einfach weil es von der Zeit her nicht anders möglich war und dieser Teig ausgezeichnet ist.



Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Osterfest, unseres war, nicht nur wegen des Essens, wunderbar.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Osterdekoration und vom Tisch.






Und ich geh jetzt mein Tischchen streichen :)






Donnerstag, 2. April 2015

FRÜHSTÜCKSSANDWICH

Das Frühstück zählt bekanntlich zu den wichtigsten Mahlzeiten des Tages und ich mag es gerne pikant.

Süßes genieße ich lieber zum Kaffee am Nachmittag.

Ein recht aufwändig wirkender Sandwich, der aber in 10 min fertig ist. Ja 10 min, denn genau so lange dauert es ca., bis die Süßkartoffel in der Mikrowelle gar ist.



Für 2 Personen benötigt man:

2 Scheiben Vollkorntoast
1 kleine Süßkartoffel
1 Avocado
1 Zehe Knoblauch
6 Scheiben Frühstücksspeck (oder anderen Speck, den man braten kann)
1 Handvoll frischen Babyspinat
Saft einer halben Zitrone
1-2 Esslöffel griechischen Joghurt
Creme Balsamico (ich habe Dattelcreme Balsamico genommen)
2 Eier
1 Schuss Essig
Salz & Pfeffer

Die Süßkartoffel abspülen, mit einer Gabel mehrmals die Schale einstechen und bei 700 Watt ca. 10 min in die Mikrowelle. Ich hab 2 mal 5 min. genommen, um sicher zu gehen, dass sie nicht zu trocken wird.

Avocado schälen, entkernen und mit der Gabel zerdrücken. Mit Zitronensaft, zerdrücktem Knoblauch, Salz, Pfeffer würzen und den Joghurt einrühren.

Den Speck in Streifen schneiden, knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Spinat kalt abspülen, trocken tupfen und ebenfalls in Streifen schneiden.

Die beiden Eier mit einem Schuss Essig pochieren (hierzu findet man im Netz zahlreiche Anleitungen)

Die fertige Süßkartoffel mit einem Löffel aus der Schale kratzen (funktioniert perfekt, wenn die Kartoffel auch wirklich gar ist), zerdrücken und mit Salz, Pfeffer und etwas vom Cremebalsamico würzen. 

Den Vollkorntoast im Toaster bräunen und dann wie folgt belegen:

Zuerst den Süßkartoffelbrei aufstreichen, dann den geschnittenen Spinat darüber. Nun kommt die Avocadocreme drauf. Mit Speck bestreuen und das pochierte Ei darauf legen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.


Wer mag, kann nun auch noch etwas Käse, wir haben Cheddar genommen, da wir noch massenhaft davon zu Hause hatten, darüber reiben.

Mahlzeit !!




Man kann natürlich auch noch frische Tomatenscheiben oder Paprika oder was auch immer man gerne auf seinem Sandwich hat, dazu geben. 
Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.


Montag, 30. März 2015

BROT & SALZ ....

Seit Kurzem bin ich, wie schon mal erwähnt, dazu über gegangen, auch Brot selber zu backen.
Es gibt zwar auch bei uns noch den einen oder anderen echten Bäcker, aber ist immer mit Herumfahrerei und Aufwand verbunden. Ansonsten sind wir mehr oder weniger auf Brot aus dem Supermarkt angewiesen und das wollen wir ja bekanntlich nicht mehr essen.

Von diversen Zusätzen, die Allergien auslösen können, bis hin zu nicht ganz durch gebackenen Teiglingen, nein danke, brauchen wir nicht.

Uns reichen die Allergien, die wir ohnehin schon haben, müssen nicht noch neue dazu kommen.

Ich probiere immer wieder neue Rezepte aus und variiere sie. Zum einen habe ich jetzt mehrfach ein sogenanntes 5-Minuten Brot gebacken, das wirklich super schnell fertig ist und auch super gut schmeckt, aber gestern war ein etwas aufwändigeres Brot dran.

Das von mir adaptierte Rezept stammt aus diesem Buch:



Ich habe dieses Buch schon eine ganze Weile, aber noch nichts daraus nach gekocht. Also auch eine Premiere.
Und ich muss sagen, das Brot ist fantastisch, Boooooombe, wie eine meiner Töchter meinte, geworden.

Wie gesagt, ich habe mich nicht zu 100% an das Originalrezept gehalten, also wer das Buch hat, gestatte mir meine Eigenwilligkeiten.
Es sei auch noch erwähnt, dass sämtliche Zutaten biologischen Ursprungs sind, darauf achte ich in der Zwischenzeit sehr.

Zutaten für ein großes oder 2 kleine Brote:

2 Teelöffel Rohrzucker
7 g (1 Beutel) Trockenhefe
3 Esslöffel Olivenöl
300 g Dinkelvollkornmehl
150 g Buchweizenmehl
2 Esslöffel Weizenkeime
100 g Sonnenblumenkerne trocken geröstet
1,5 Esslöffel Chiasamen
2 Esslöffel zerlassene Butter
2 Kaffeelöffel Brotgewürz, grob gemahlen von Sonnentor
Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer


Zuerst den Zucker mit der Hefe und 125 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel verrühren und zugedeckt 10-12 min stehen lassen bis sich kleine Bläschen bilden.



Nun das Öl und weitere 160 ml lauwarmes Wasser einrühren, dann das Mehl, die Chiasamen, Sonnenblumenkerne und 1 Teelöffel Salz unterrühren. Mit den Händen auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 5 min zu einem Teig verkneten.


Mit Frischhaltefolie abdecken und so lange an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich in etwa verdoppelt hat. Bei mir hat es rund 1,5 Stunden gedauert.


Den Teig nun nochmals kurz durchkneten, zum Laib formen, auf ein bemehltes Backblech legen, einschneiden wie auf dem Foto, mit der zerlassenen Butter bestreichen und ein paar Chiasamen darüber streuen.

Bei 200°C Umluft im vorgeheizten Rohr ca. 30 min backen. Saftiger wird es, wenn man eine Tasse Wasser (nur ein hitzebeständiges Gefäß verwenden) auf den Boden des Backrohres stellt.

Fertig ist das Brot dann, wenn es beim Draufklopfen auf der Unterseite hohl klingt.
Zum Auskühlen auf ein Gitter legen.


Das Brot hat eine tolle Kruste und schmeckt wirklich vorzüglich. Ich habe es natürlich sofort nach dem Erkalten mit Butter und selbstgemachter Himbeer-Physalismarmelade verkosten müssen.


Auch wenn es nicht so flott fertig ist, wie das 5-Minuten Brot, das in der Zwischenzeit bereits zu meinem Standardrepertoire gehört, ist es den Aufwand allemal wert.





Donnerstag, 26. März 2015

MY KIND OF MOUSSAKA - ODER DIE WIENER VARIATION DAVON

Wenn man meine Rezepte so durchgeht, fällt sicher auf, dass ich fremdländische Gerichte, im Speziellen, südländische, sehr gerne mag.

Ein Überbleibsel aus vielen Griechenlandurlauben ist Moussaka. Allerdings habe ich nie ein Rezept zur Hand genommen, sondern einfach aus der Erinnerung versucht, dieses Gericht nach zu kochen.

Mit den Jahren habe ich es für unseren Geschmack perfektioniert. Leider bin ich neben dem Herren des Hauses die Einzige, die Moussaka mag. Keine meiner Töchter schätzt diese wunderbare Kombination aus Auberginen, Fleisch, Kartoffeln und und und ...

Heute hat es mich wieder mal gepackt und ich habs gekocht. Halt nur für ihn und mich.

Zutaten für 2 Personen:

1 kleine oder 1/2 große Aubergine
2 große Kartoffeln, festkochend
ca. 400 g Rinderhack
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 große Tomate (Fleischtomaten sind besonders geeignet)
100 g Feta Käse
50 g Butter
2 gestrichene Esslöffel Mehl
150 ml Sahne
150 ml Milch
100 g Parmesan gerieben
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Oregano, 1 Lorbeerblatt, 4-5 Gewürznelken, 1 Prise Zimt




In einer schweren Pfanne Olivenöl erhitzen und die in Scheiben geschnittene Aubergine beidseitig anbraten. Aus der Pfanne heben und den Boden einer  rechteckigen, bakrohrgeeigneten Form damit bedecken. Einfetten muss man die Form nicht unbedingt, da die Auberginen das Öl sowieso wie ein Schwamm aufsaugen.



Die in  Scheiben geschnittenen Kartoffeln ebenfalls beidseitig kurz anbraten, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.



Jetzt die klein geschnittene Zwiebel und die klein gehackte Knoblauchzehe im restlichen Fett anbraten, sollte es zu wenig sein, noch etwas Olivenöl nach gießen. Sobald die Zwiebeln etwas Farbe haben, kommt das Rinderhack dazu.



Das Fleisch rundherum anbraten und schön zerteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun kommen je eine Prise Zimt und Oregano, sowie die Gewürznelken und das Lorbeerblatt dazu. Ca. 10 min weiter braten und ab und zu umrühren, damit sich nichts anlegt.
Ich hatte übrigens nur mehr Lorbeerblattbrösel, daher sind da die ganzen Stückchen verteilt.


In der Zwischenzeit aus Butter und Mehl eine helle Einbrenn (Mehlschwitze) zubereiten, mit Sahne und Milch aufgießen, die Hälfte des Parmesans einrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Unter ständigem Rühren so lange eindicken lassen, bis die Soße zähflüssig ist.






Die Hälfte des Rinderhacks nun über den bereits in der Form befindlichen Auberginen verteilen.



Nun kommen die Kartoffelscheiben darauf, wieder etwas salzen und pfeffern.



Diese Schicht jetzt mit dem restlichen Rinderhack bedecken.




Jetzt die in Scheiben geschnittene Tomate darüber und im Anschluss den Fetakäse darauf verteilen.


Zum Schluss das Ganze mit der Bechamelsoße bedecken und mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

Bei 170°C für ca. 45-50 min ins vorgeheizte Backrohr.

Wenn der Auflauf schön gebräunt ist, aus dem Backrohr nehmen und ca 10 min rasten lassen. Noch besser schmeckt es am nächsten Tag, wenn sich alles gesetzt hat.

Aber darauf wollte ich heute wirklich nicht warten, ich nehme die etwas unfestere Konsistenz gerne in Kauf und esse gleich.


Ich erhebe natürlich absolut keinen Anspruch auf Authenzität und hoffe, dass mich griechisch stämmige Leser jetzt nicht verdammen, dass ich vielleicht ein Nationalgericht komplett ruiniert habe, aber uns schmeckts ganz einfach und wir holen uns damit ein wenig südländischen Flair ins Haus.

Mahlzeit, ich geh jetzt essen !





Mittwoch, 25. März 2015

VON APFEL, MOHN & VANILLE

Als ich vor Kurzem auf der Suche nach einem Gärkörbchen fürs Brotbacken in mein Lieblingsgeschäft für verschiedenste Küchenutensilien, Cuisinarium, in der Wiener Innenstadt war, ist mir das Buch Gaumenkino von den Betreibern des gleichnamigen Lokals in Graz in die Hände gefallen.




Kurz durch geblättert, ein paar Mhms und oh ja später, war es dann auch schon meins.

Die Rezepte sind leicht verständlich, untergliedert für die warme und kalte Jahreszeit. Es gibt drin Klassiker und ganz neue Rezepte. Und worauf ich besonderen Wert lege, die Zutaten sind größtenteils regional erhältlich.

Gleich zu Beginn habe ich den Gnocchiteig getestet und für sehr gut befunden. Endlich mal Gnocchi, die nicht entweder zerfallen oder steinhart sind.

Auch der Nudelteig, mit dem ich meine neue Pastamaschine eingeweiht habe, und bei dem ich Dinkelvollkornmehl verwendet habe, war ein voller Erfolg.

Nun aber zum eigentlich Grund für diesen Beitrag. Mit freundlicher Genehmigung der Autoren darf ich hier das Rezept für den Mohn Apfelkuchen mit Zimtstreuseln posten.




Der Topfenblätterteig ist auch super easy nach zu machen.

Die Butter in kleine Stücke schneiden oder grob raspeln. Topfen, Mehl und Salz vermengen, Butter dazu und alles zu einem glatten Teig verkneten. Auf bemehlter Arbeitsfläche für die Weiterverwendung ausrollen.

Ich gebs zu, habe es mir einfach gemacht und alles in die Kitchen Aid geschubst. Am Ende nur mehr kurz durch geknetet und fertig war ein schöner, glatter Topfenblätterteig.

Eine kleine Änderung würde ich beim nächsten Mal schon machen. Die Mohnfülle war doch mengenmäßig ein wenig zu viel für meinen Geschmack. Ich würde sie etwas reduzieren. Dafür würde ich etwas mehr Vanillepudding und Äpfel nehmen und diese eher grob raspeln, als in Scheiben schneiden. Aber das ist mein ganz persönlicher Geschmack, zumal ich nicht der größte Mohnfan bin. Aber meine Familie war begeistert.

Mein Ergebnis hat wunderbar geschmeckt und kann sich durchaus sehen lassen :)





Alles in allem ist es ein tolles Buch, mit wunderbaren Rezepten, von denen ich sicher noch viele nach kochen oder backen werde. Ich kann es euch wärmstens ans Herz legen und jene, die in Graz oder Umgebung zu Hause sind, besucht doch einfach auch mal das Lokal Gaumenkino.

And for my English speaking friends (translated by myself, hoping, that it is correct)

English version:


Apple Poppy Seed Cake with Cinnamon Crumble


For the crust:

150 g curd cheese
150 g flour
75 g butter
Pintch of salt

For the filling:

1200 ml milk
salt
1 package vanilla sugar
cest of 1 lemon
50 g butter
180 g ground poppy seed
75 g semolina spelt
rum to taste
1 package vanilla custard powder
1 egg
4 medium apples

Crumble:

50 g butter
50 g icing sugar
2 tsp ground cinnamon
100 g spelt flour
1 egg

Preparation:

Combine flour, salt and curd cheese well with your hands. Then knead the butter, cut into small cubes, in. Wrap in cling film and set aside.

Bring 900 ml milk, salt, vanilla sugar, lemon cest and butter to a boil. Whisk in poppy seed and the semolina. Season with rum. Set aside and let cool down.

With the remaining milk prepare a vanilla custard. Let cool down a little and whisk in the egg.

Cut the peeled apples into thin slices and drizzle lemon juice over them, to prevent them of getting brown.

Now melt the butter for the crumble and stir in the icing sugar, cinnamon, spelt flour and the egg.

Grease a round springform tin with butter.

Roll out the pastry dough and put it into the tin. Raise it about 2 cm on to the tin side.
Fill in the custard. Then cover with the apple slices. Now put the poppy filling above and finally cover it with the Crumble.

Let the cake bake at 180°C (hot air) for about 50 to 60 minutes and then let completely cool down on a rack before cutting into pieces.

Enjoy !

Mit freundlicher Genehmigung von den Autoren Angela Hirmann und  Ernst M. Preininger, sowie dem Löwenzahnverlag






Montag, 9. März 2015

BLT = SST

Der ultimative BLT oder wie ich es nenne, SST - Sandwich.
Ich bin erst vor Kurzem darauf gekommen, was mit BLT gemeint ist (eine ähnliche Errfahrung habe ich im vergangenen Jahr mit der Kurzbezeichnung DIY erlebt)

Ab einem gewissen Alter, scheint die geistige Flexibilität einfach ein wenig nach zu hinken.
Also für alle, denen es ähnlich wie mir geht, BLT heißt ganz einfach "Bacon - Lettuce - Tomato". Woraus man nun unschwer folgern kann, SST heißt schlichtweg Speck - Salat - Tomate.

Wir, meine Familie und ich, lieben gute Sandwiches, daher gibt es immer wieder neue Variationen.
Und mit diesem Sandwich habe ich einen Volltreffer gelandet.



Es hat zwar etwas mehr Arbeit gemacht, begann schon beim Einkaufen der Zutaten, ich bin dafür sogar auf den Wiener Naschmarkt gedüst, aber es war den Aufwand allemal wert und wird sicher keine einmalige Angelegenheit bleiben.

Was braucht man für 3 Sandwiches?

6 Scheiben Riesensandwichtoast
9 Scheiben guten Speck
3 Scheiben würzigen Cheddar
1 essreife Avocado
4 Mini San Marzano Tomaten
1 Chipotle in Adobo Soße (die habe ich auf dem Naschmarkt in einem Asia Laden entdeckt, der auch eine kleine Auswahl an mexikanischen Spezialitäten hat)
1 Schalotte oder halbe kleine Zwiebel
3 Blätter Salat (einfach die Lieblingssorte nehmen)
ca. 60 g Gervais
Salz & Pfeffer
etwas Butter zum Herausbraten

Zuerst habe ich den Speck im Backrohr auf Alufolie bei ca 180°C knusprig gebraten. Ich mache Speck nur mehr auf diese Art. Er schmeckt einfach besser und man erspart sich Fettspritzer und stinkende Küchen. Pfannengebratener Speck hat in meiner Küche immer eine Katastrophe an Fett und Geruch hinterlassen.



Dann kommt die Guacamole:

Dafür die Avocado schälen, entkernen und mit einer Gabel zerdrücken. Zwiebel oder Schalotte sehr kleine schneiden und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Nun 1 kleine Tomate in winzigkleine Stückchen schneiden und in die Guacamole rühren - fertig.


Nun die Chipotle mit ein wenig von der Soße klein hacken und mit dem Gervais gut verrühren.


Jede Toastscheibe mit dem Chipotle Gervais bestreichen und nun schichtweise Speck, Guacamole, Salatblatt, Tomatenscheiben und zum Schluss den Cheddar darauf legen. Eine zweite Scheibe Toast mit der bestrichenen Seite darauf.



In einer Pfanne etwas Butter zerlassen und den Sandwich bei kleiner Hitze auf beiden Seiten ein paar Minuten braten, bis der Käse geschmolzen und der Sandwich goldbraun ist



Natürlich kann man den Sandwich auch im Plattengrill machen, aber da wird er halt doch ziemlich zusammen gepresst und das mag ich in diesem Fall nicht.

Bleibt mir nur Guten Appetit zu wünschen !